Das unterwegse Schreiben | #flussnoten

[SoSo] Wie anders es sich doch am Rechner oder nur schon am Handy mit einer externen Tastatur schreibt als auf dem Touchscreen. Zumal bei längeren Texten.

Nein, mit Fingergröße und -geschicklichkeit hat es bei mir nichts zu tun; ich weiß, wo die Buchstaben sind und ich bin auch feinmotorisch ziemlich gut. Es ist etwas anderes. Die Handyschreiberei entspricht eigentlich nicht meinem Denktempo, das hier geht mir zu langsam. Andererseits darf ich darum anders denken lernen,  muss mir die Sätze zurechtlegen, damit ich außer der Tippfehlerkorrektur nix mehr machen muss, was am großen Bildschirm unter Editieren läuft. Kürzen am ehesten noch, aber möglichst kein Sätze umstellen oder so. Ich muss, wie bei Mühle, also schon im Voraus in etwa den Inhalt der nächsten paar Sätze wissen.

Automatisches Schreiben/écriture automatique habe ich am Handy noch nie praktiziert, weil mir dazu der rein technische Schreibvorgang zu langsam ist. Und weil ich die Tasten nicht spüre. Automatisch schreiben tu ich nämlich oft mit zuen Augen. Natürlich heißt es ‚geschlossene Augen‘, doch am Handy soll es ja dennoch schnell vorangehen – akkuladungschonend, wegen der schnellen Gedanken und klammen Finger hier und jetzt im Kuhstall -, und so verfalle ich auf verdichtete Termini wie mehrwortige, mit Bindestrichen verknüpfte Wörter oder neue Abkürzungen.

Ist also Handyschreiberei nicht irgendwie passender für eine Livereise? 

Pssst. Meine häufigsten Tippfehler sind übrigens der weggeschlöschte M, E-R-Verwechslungen und ein S statt ein D.

Was ganz anderes: Wie sollen wir diesen Stall heute je verlassen ohne erneut klitschnass zu werden? Hape Kerkeling hätte längst ein Taxi gerufen.

Ich bin dann mal weg, heiß duschen.  

8 thoughts on “Das unterwegse Schreiben | #flussnoten


  1. allons enfant de la prairie!

    paß auf dich auf und viel spaß in bad kastein.

    . : )


    1. Oooh, willkommen hier!
      Bad Kastein? Ist das hier irgendwo? (Ich kenn immer nur jene Orte und Strecken, die ich erwandere oder erfahre.)
      Danke, dass du mitliest!


  2. Oh … immer noch Regen?! Beim nächsten Mal leihe ich dir auch noch mein riesiges Regencape, unter das ein Rucksack locker passt!
    herzlichst
    Ulli


    1. Hab ich auch eins, aber ich habs daheim gelassen. Der Rucksack hat einen Schutz und die Jacke ist (theoretisch) wasserdicht.
      Um 11 Uhr hat’s aufgehört mit regnen und wir hatten Sonne bei ca. 15 Grad. Nun ziehen wieder Wolken auf. Mal sehen. Ab morgen Mittag werde es wieder sonnig, heißt es.
      Dankeee.

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