Intermezzo II – Die Strecke [SoSo]| #flussnoten

Ich gestehe: es fühlt sich ganz schön toll an, die gesamte Strecke mal so am Stück zu betrachten und dabei zu denken: Das alles bin ich gelaufen. Zu Fuß. Mit jeweils ungefähr 12-16kg am Rücken. Meist schwitzend, zuweilen singend, manchmal mit Irgendlink philosophierend, oft schweigend, staunend und die Veränderungen wahrnehmend …

Veränderungen wahrzunehmen, ja, das ist es wohl, was mich am meisten bewegt hat. Nicht nur jene, die der Rhein durchgemacht hat nach seiner Geburt am Tomasee, auch die Veränderungen in der Haltung der Menschen, die wir unterwegs getroffen haben, im Umgang mit ihrer Umgebung … in Dörfern, in größeren Orten …

Irgendlink hat vorhin einen neuen Artikel in seinem Irgendlink-Blog veröffentlicht. Es ist eine sehr treffende Zusammenfassung der letzten Woche (dazu bitte hier → klicken). Auch die erste (hier → klicken) und zweite Woche (hier → klicken) hat er jeweils zusammengefasst. Lesen lohnt sich.

Die Strecke auf einen Blick:

Karte mit der vollständigen, mit Nadeln markierten Strecke

Und hier (klicken) ist der Link zur GPS-Kit-Karte mit allen Nachtlagerplätzen und einigen wenigen Waypoints. Leider kann ich die Strecke nirgends exakt rekontruieren, da die gängigen Kartentools die Wanderwege nicht „kennen“ und sich somit die Strecke auch nicht exakt berechnen lässt.

Dazu kommt, dass eine Luftlinienmessung ja weder mäandernde Wege, noch Höhenlinien, noch Umwege berücksichtigt. Von daher können wir die gesamthaft gewanderte Strecke nur schätzen. Die Strecke ab Oberalppass wird für Radelnde mit 170 km bis Bodensee angegeben. Daher würde ich für uns zwei – mit all den Serpentinen ins Gebirge und die Wanderungen durch die Orte – von ca. 200 gewanderten Kilometern ausgehen.

Obwohl. Eigentlich sind diese Zahlen ja egal … was zählt sind die Erfahrungen, die gesammelten.

4 thoughts on “Intermezzo II – Die Strecke [SoSo]| #flussnoten


  1. Die Veränderungen … Alle, die außen und innen geschehen …

    Eure Langsamkeit mit den 10 km pro Tag, die … die … die berührt etwas in mir, dem noch die Worte fehlen, das aber schonwieder Zweifel an meinen 25 pro Tag auf wesentlich wegsamer Strecke weckt.

    Es war, so, wie ich nachlesen konnte, ein Auf und Ab, anstrengend, beinahe aufgegeben und doch: ein besonderes Erlebnis, besonderes Erleben. Vielleicht suche ich das auch …


    1. Selbst auf den flachen Wegen konnten wir nicht mehr als 15km gehen. Wegen der Hitze, wegen des Gewichts am Rücken, wegen des Schwitzens, wegen des Durstes, wegen des Anspruchs an uns, den Weg nicht zu hetzen, nicht leisten zu müssen außer das, was wir selbst wollen und dabei unser Tempo – auch das der notwendigen Pausen – zu finden zu wollen. Und ja, ich war einmal nahe am Aufgeben. Und auch das wäre okay gewesen. Das ist vielleicht der Punkt. Dass ich das nach und nach verinnerlichen durfte.
      Deine Ziele sind vielleicht andere. Vielleicht ist es gut, sich Vorsätze zu machen. Vielleicht wirst du lernen, Pläne zu canceln. Du wirst deine Reise auf deine Weise machen – das ist gut so. Nicht zu vergleichen ist vielleicht der erste Schritt. (Am Anfang schielte ich noch nach unserer Reusstour, die im Vergleich zur Rheintour [zumindest zu den ersten 10 Tagen] ein Spaziergang war.)
      Der Weg wird, aber nur wenn du ihn lässt … 😉


  2. allerherzelichsten dank fürs brückenmonument und die karte
    und fürs mitwandernlassen
    und alles gute für die weiterfahrt
    liebe grüße
    birgit

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